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Das Barocke Fano Die Kapelle Nolfi



 

Die prächtige Kapelle Nolfi wurde von den Adeligen Guido und Cesare Nolfi so genannt, die sie nach 1604 unter Mitwirkung von verschiedenen Künstlern gänzlich umändern ließen. Der Architekt Girolamo Rainaldi verwirklichte die Zeichnung für die reiche, plastische Ausschmückung des Gewölbes und der seitlichen Wände, die vom Bildhauer Pietro Solari verwirklicht und von Domenico Zampieri (Domenichino) zwischen 1618 und 1619 mit Fresken über 16 Episoden des Lebens der Heiligen Jungfrau bemalt wurden. Die große Tafel, die das Paradies und Mariä Himmelfahrt darstellt, ist ein Werk von Andrea Lilli (1606 ca.) und wurde stellt das Altargemälde dar. Die 2 Büsten von den Adeligen Nolfi wurden nach 1612 vom Bildhauer Francesco Caporale für die jeweiligen Grabmäler geschaffen. Eine weitere sehr wichtige Malerei ist die schöne Tafel mit der heiligen seligen Jungfrau und den weiteren Schutzheiligen Bischof Orso und Bischof Eusebio von Ludovico Carracci (1613), die über den Altar der, rechts des Pesbyteriums liegenden, Kapelle gehängt wurde. Neben der Tafel sind Bilder von Bartolomeo Giangolini ( ein Schüler von Carracci) über St. Antonio Abate und St. Francesco.

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Das Barocke Fano Glücksbrunnen



 

Der Platz XX Settembre ist seit dem Mittelalter ein großes altes Parterre, auf das der eindrucksvolle Stadtsvogtpalast des XIV Jahrhunderts mit seinem renovierten Turm und seiner neuen Rolle als Fassade des Theaters blickt. Der Platz ist immer dem Markt und den Stadtzeremonien gewidmet worden und heutzutage kann man viele Geschäfte sehen, die die alten Läden der Kurzwarenhändler ersetzt haben. An der westlichen Seite, die an den Corso Matteotti grenzt, findet man den Brunnen Fortuna mit seinem groben charakteristischen Becken aus Buntmarmen, das zwischen 1697 und 1699 vom Venediger Ludovico Torresini gänzlich renoviert wurde. Das schöne Bronzestandbild der Göttin Fortuna ist eine genaue Wiedergabe des Originals, das heute im städtischen Museum steht und das im Jahre 1593 von Donnino Ambrosi erschaffen wurde, um das vorherige achteckige Becken aus dem Jahr 1576 zu schmücken. Das Standbild wird mit seiner manierierten Eleganz als Stadtsymbol betrachtet.

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Das Barocke Fano 3 - Palast Montevecchio



 

Er ist der größte aristokratische Palast von Fano und bis in die erste Hälfte des XX Jahrhunderts gehörte er der Familie Montevecchio, die seit 1740 seine Errichtung vorgenommen hatte. Der Palast, dessen östliche Seite unvollendet war, ist heute fragwürdig ergänzt worden; dieser Plan ist ohne Beweise Luigi Vanvitelli zugeschrieben worden. Die Mitwirkungen vom Bolognese Alfonso Torreggiani und von Arcangelo Vici sind hingegen in der Phase der Verwirklichung dokumentiert. Im Stil wird der bühnenbildnerische und wunderliche Bestandteil dieser Künstler sichtbar. Die Mitte der Fassade wird mit ihrem barocken Tor aus Stein und den starken etruskischen Säulen dem Torreggiani zugeschrieben. Die Säulen tragen die schön gebogene Balustrade des Balkons, der sich mit dem aufsteigenden Leitmotiv des Fensters verbindet. Merkwürdig ist auch die große Vorhalle mit Säulen, in deren Hintergrund der monumentale Wandbrunnen mit Neptunbild steht. Der Brunnen steht im Innern des eleganten und ellipsenförmigen Raums, der die Fläche des streng gehaltenen Zentralhofes ergänzt und vollendet. Das Eindrucksvollste bleibt die große Freitreppe mit ihrem bühnenbildnerischen Aufstieg, ihren perspektivischen Verkürzungen, Nischen, Säulen im ersten Teil und mit einem hellen Gewölbe im zweiten Teil, wo acht Standbilder aus Marmor die elegante Balustrade unterbrechen und bereichern. In den vorherigen Zeiten nahm ein breiter Saal mit einer Außengalerie die beeindruckten Gäste auf, indem er als Vorzimmer der verschiedenen Räume des Obergeschosses wirkte. Dieser Saal ist heute in mehrere Zimmer unterteilt worden, die als Büros des Finanzamtes fungieren, und ist dadurch unerkennbar geworden. Auch andere Räume, die auf den Garten von Piazzale Leopardi blicken, sind in keiner besserer Situation. Nur die westliche Wohnung, deren Säle durch Groteskmalerei ausgeschmückte Gewölbe haben, ist besser erhalten.

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Das Barocke Fano 4 - Die "St. Peter im Tal" Kirche


Die im Jahre 1610 vom Neapolitaner Giovanni Battista Cavagna entworfene und im Jahre 1616 eingeweihte Kirche von "St. Peter im Tal" ist heute eins unter den schönsten barocken Gebäuden unserer Region. Die via G. Nolfi entlang stehende Kirche zeigt eine sehr einfache Fassade aus Backstein. Das innere Gewölbe, die seitlichen Kapellen und die Kuppel sind hingegen sehr reich an plastischen und malerischen Ornamenten: im Jahre 1619 wurde von Pietro Solari das Stuckwerk verwirklicht und zwischen 1618 und 1620 wurden die Fresken von Antonio Viviani ausgeführt. Das großartige Ornament der Kuppel (1699-1700) ist ein Werk des Bologneses Lauro Buonaguardia. Eine reiche Sammlung von Gemälden, die heute im städtischen Museum sind, bereicherte einmal den ganzen Komplex. Die Meister waren Antonio Viviani, Guido Reni, Alessandro Vitali, Giovan Giacomo Pandolfi, Simone Cantarini, Matteo Loves, Luigi Garzi, Lorenzo Garbieri, Giovanni Francesco Guerrieri, Sebastiano Ceccarini und Carlo Magini.