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Er ist der
größte aristokratische Palast von Fano und bis in die erste Hälfte
des XX Jahrhunderts gehörte er der Familie Montevecchio, die seit
1740 seine Errichtung vorgenommen hatte. Der Palast, dessen östliche
Seite unvollendet war, ist heute fragwürdig ergänzt worden; dieser
Plan ist ohne Beweise Luigi Vanvitelli zugeschrieben worden. Die
Mitwirkungen vom Bolognese Alfonso Torreggiani und von Arcangelo
Vici sind hingegen in der Phase der Verwirklichung dokumentiert.
Im Stil wird der bühnenbildnerische und wunderliche Bestandteil
dieser Künstler sichtbar. Die Mitte der Fassade wird mit ihrem barocken
Tor aus Stein und den starken etruskischen Säulen dem Torreggiani
zugeschrieben. Die Säulen tragen die schön gebogene Balustrade des
Balkons, der sich mit dem aufsteigenden Leitmotiv des Fensters verbindet.
Merkwürdig ist auch die große Vorhalle mit Säulen, in deren Hintergrund
der monumentale Wandbrunnen mit Neptunbild steht. Der Brunnen steht
im Innern des eleganten und ellipsenförmigen Raums, der die Fläche
des streng gehaltenen Zentralhofes ergänzt und vollendet. Das Eindrucksvollste
bleibt die große Freitreppe mit ihrem bühnenbildnerischen Aufstieg,
ihren perspektivischen Verkürzungen, Nischen, Säulen im ersten Teil
und mit einem hellen Gewölbe im zweiten Teil, wo acht Standbilder
aus Marmor die elegante Balustrade unterbrechen und bereichern.
In den vorherigen Zeiten nahm ein breiter Saal mit einer Außengalerie
die beeindruckten Gäste auf, indem er als Vorzimmer der verschiedenen
Räume des Obergeschosses wirkte. Dieser Saal ist heute in mehrere
Zimmer unterteilt worden, die als Büros des Finanzamtes fungieren,
und ist dadurch unerkennbar geworden. Auch andere Räume, die auf
den Garten von Piazzale Leopardi blicken, sind in keiner besserer
Situation. Nur die westliche Wohnung, deren Säle durch Groteskmalerei
ausgeschmückte Gewölbe haben, ist besser erhalten.
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