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Fano Der Renaissance 1 - Kirche un Loggia von St. Michael



 

Der Bau der heute entweihten Kirche begann im Jahre 1494 und endete ungefähr innerhalb eines Jahrzehnts dank der Belegschaften von „comacina" Ursprung. Das herrliche Tor wurde etwas später (zwischen 1511 und 1512) von Bernardino di Pietro da Corona verwirklicht. Die zwei groben Medaillen des Gewölberückens stellen den Kaiser Maximilian I von Habsburg und den Papst Giulio II dar: der programmatische Händedruck der weltlichen und geistlichen Gewalt, findet zwischen der andächtigen Heiligen Jungfrau und dem verkündenden Erzengel Gabriel und unter den Waagen der göttlichen Gerechtigkeit statt, die durch das Schwert des Erzengels Michael geschützt und durch die rechte Hand Gottes gesegnet werden. Bemerkenswert ist der Steinblock, aus dem das Bild vom Heiligen Michael gehauen worden ist und eine unsichtbare, römische, dem Staatsanwalt Sextus Truttedius Clemens gewidmete, Inschrift auf der linken Seite hat; das zeigt seine Herkunft aus einem alten römischen Monument, nicht anders als die schon erwähnte Inschrift AVGVSTO auf einer Seite des Tores. Auf der anderen Seite liegt dagegen das Hochrelief des augusteischen Tores: es ist ein wichtiges Zeugnis humanistischen Kults für das Römertum der Bruderschaft vom Heiligen Michael. Die heutige Fassade ist die Folge einer begrenzenden Restaurierung der Jahre 1936-37. Vor diesem Datum sprang nämlich das Gebäude so vor, dab es eine Hälfte des kleineren Rechtsbogens des Tores verbarg. Circa 20 Jahre vor dem Bau der Kirche wurde das Gebäude der Schola oder Bruderschaft vom Heiligen Michael erbaut, das zwischen 1469 und 1490 als Internat für Findlinge errichtet wurde. Für die schöne Loggia aus der Renaissance wurde im Jahre 1475 die Genehmigung erteilt, damit die Steine der römischen Attika benützt werden durften, die während der Niederlage im Jahre 1463 zerstört worden war. Die heutigen Steinsäulen, die den unteren Bogengang tragen, sind das Ergebnis einer späteren Renovierung des Steinhauers Giovanni Bosso, der im Jahre 1543 mit acht ionischen Säulen den inneren Kreuzgang ausstattete. Die kleinen, vieleckigen Säulen der oberen kleinen Loggia, die die nach venezianischer und toskanischer Art gebauten Stützbalken der Decke aus Holz tragen, waren vermutlich ein Teil des ursprünglichen Gebäudes. Die ähnlichen Säulen des inneren Kreuzganges sind dagegen eine moderne Nachahmung des Architektes Alberto Calza Bini, der im Jahre 1925-26 die Aufgabe bekam, das alte Gebäude zu renovieren: was er mit feiner Empfindsamkeit aber auch mit großer Freizügigkeit machte, da er daraus den Sitz für die ehemalige Bruderschaft der Barmherzigkeit gewinnen musste. Heute studiert man eine mögliche Wiederherstellung des Gebäudes (mit der inbegriffenen Kirche), um den Sitz des bürgerlichen Antiquariums und anderer Museumseinrichtungen zu verwirklichen und um dem, im XVIII Jahrh. renovierten, Saal vom Heiligen Michael seine traditionelle Funktion einer Kulturstätte wiederzugeben.
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Fano Der Renaissance 2 - Martinozzi Palast



 

Der Adlige Francesco Martinozzi ließ diesen Palast im Jahre 1564 erbauen, als er die Genehmigung für das Niederreißen der alten Kirche des Heiligen Maurizio erhielt. Von der zerstörten Kirche bleiben heute sichtbare Überreste auf der nördlichen äußeren Seite des Palastes, der Strasse Arco d'Augusto entlang. Hier wurde nämlich das Bauwerk nicht ex novo errichtet, sondern man benützte einen Teil der zuvor bestehenden Strukturen, indem man die Öffnungen schloß (unter denen auch ein Dreipaßfenster und ein enger dem sogenannten "Tor des Toten" ähnlicher Spitzbogen sind) und ein interessantes, eingefaßtes, romanisches Kreuz aus Stein bewahrte. An der nordöstlichen Ecke überlebt der untere Bereich (der obere Bereich ist nur ein moderner Wiederaufbau) eines alten mittelalterlichen Turm-Hauses. Eine einfache aber undokumentierte Hypothese schreibt den Plan für die schöne Fassade Jacopo Sansovino zu: die Fassade konnte erst im Jahre 1937 ihre strenge Linien zeigen, als der Platz Avveduti geöffnet wurde. Seitlich befinden sich die starken Senkrechten der zwei bossierten Kanten, in der Mitte durch das hervorgehobene Band zur Etagenmarkierung getrennt. Das waagerechte Band trennt die obere Zone von der unteren Zone, die mit dem feinen Hauptgesims abschließt. In der Mitte der unteren Zone steht das schöne Tor, das von einer diamantförmigen reinen Renaissanceeinrahmung und von engen ausgekehlten Wandpfeilern charakterisiert ist. Das Ganze ist genau wie die anderen symmetrischen Teile aus Sandstein: von den Einrahmungen der neun großen Fenster mit dreieckigen und gebogenen Giebelfeldern bis zu den fünf achteckigen Fenstern der Dachstube. Durch den tonnengewölbten Hausgang erreicht man die Eingangslaube des Hofes; zwei kreuzförmige Pilaster tragen den Bogengang der drei Kreuzgewölbe. Der ganze Rest wurde nach den erlittenen Schäden der Bombardierungen vom Jahre 1944 wiederaufgebaut. Nur die inneren Räume der vorderen Zone bewahren die originellen Kreuzgewölbe und die schönen Steinpförtchen. Gut erhalten sind dagegen die, seit kurzer Zeit wiedererlangten, unterirdischen Räume, die durch das starke Backsteingewölbe und einem eigenen Eingang von der Arco d'Augusto Strasse charakterisiert sind. Die Inschrift auf der Fassade erinnert daran, dab ein Mitglied der adligen Familie Martinozzi jene Laura war, die als Tochter des Grafen Girolamo und der Schwester des berühmten Kardinals Mazzarino, im Jahre 1655 den Herzog Alfonso d'Este heiratete und Mutter von Beatrice, die zukünftige Frau von Jakob II Stuart König Englands, wurde.
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Fano Der Renaissance 3 - San Gallo Bollwer



 

Wenn man die alten Mauern der Malatesta entlang geht und rechts abbiegt, erreicht man den Platz des verschwundenen Marina Tores. Etwas weiter hinten beginnt der Abhang der päpstlichen Mauern, der sich an die Seite des Abstiegs der Cavallotti Strabe schmiegt und sich mit dem kräftigen Bollwerk Sangallo sich verbindet. Diese grobe eckige Bastion wurde im Jahre 1532 vom Architekt Antonio da Sangallo geplant, um die Küste und die Stadt vor den Angriffen der Sarazenen zu schützen; sie wurde dann im Jahre 1552 von Luca da Sangallo vollendet. Ein grobes päpstliches Wappen steht auf der Spitze des Glacis und man erkennt vor allem das Wappenschild von Papst Giulio III, während ein Schriftzug an das Jubiläum 1550 erinnert.
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Fano Der Renaissance Abtei St. Paternianus



 

Der Klosterkomplex, der ohne Gründe Jacopo Sansovino zugeschrieben wird, wurde gegen Mitte des XVI Jahrhunderts errichtet. Die dem Schutzheiligen der Stadt geweihte Kirche wurde im Jahre 1558 gesegnet. Die nie vollendete Außenwand ist mit einem Tor des venezianischen Steinhauers Jacopo Bambagiani in Michelangelos Stil bereichert. Im dreischiffigen Innern kann man Gemälde von Alessandro Tiarini, Carlo Bonone, Gianbattista Ragazzini, Claudio Ridolfi, dem Ritter d'Arpino, Gian Giacomo Pandolfi und Bartolomeo Giangolini bewundern. Die rechts des Presbyteriums liegende Kapelle, wo die Gebeine des Heiligen bewahrt werden, wurde von Antonio Viviani mit Fresken bemalt; in der kleinen Kuppel der Vorkapelle ist noch eine Freske von Sebastiano Ceccarini. Giovanni Battista Ragazzini malte im Jahre 1556 die Freske der Kuppel und der Apsis. Links der Kirche befindet sich ein Kreuzgang mit 24 Korinthischen Säulen, die vom Mailänder Giovanni Bosso errichtet wurden. Der Brunnen in der Mitte ist ein Werk des Venedigers Jacopo Bambagiani.
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Fano Der Renaissance Kirche S. Maria Nuova


Diese Kirche wurde im Jahre 1519 von den Minoriten erworben, die aus dem alten Kloster von St. Lazzaro außerhalb der Stadt, hierher umzogen. Die alte Kirche vom Heiligen Salvatore wurde im Jahre 1557 der Heiligen Maria wieder geweiht. Das aus dem alten Gebäude stammende Tor ist ein Werk von Bernardino di Pietro da Carona. Der dreifache Bogengang wurde vermutlich vom Steinhauer Giovanni Bosso realisiert. Im einschiffigen spätbarocken Innern werden viele wichtige Gemälde bewahrt: "Die Heimsuchung Mariä " von Giovanni Santi; "Die Offenbarung" und "Die Madonna mit Kind und Heiligen" von Pietro Perugino. Eine Tafel der "Geschichten der Heiligen Jungfrau" wird von manchen Forschern dem jungen Raffaello Sanzio zugeschrieben. Man kann auch das wertvolle Chorgestühl aus intarsiertem und geschnitztem Holz bewundern, das am Ende des XV Jahrhunderts verwirklicht wurde.