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Das Römische Fano 1 - Augustusbogen



 

Der Besuch vom römischen Fano muss mit dem Triumphbogen von Augustus beginnen. Seit jeher ist der Bogen ein Symbol von Fano; in den römischen Zeiten war er das wichtigste Eingangstor zur Colonia Julia Fanestris, die vom Kaiser Augustus rings um den republikanischen Fanum Fortunae (ein Tempel der Göttin Fortuna geweiht) gebaut wurde. Der Bogen wurde auf dem Berührungspunkt zwischen der Via Flaminia und dem maximalen Decumano der Stadt gebaut und durch die Schrift auf dem Fries datiert das Monument aus dem Jahre 9 nach Christi Geburt. Das Tor wurde aussen durch behauene Blöcke von Istriastein verwirklicht und besteht aus zwei kleineren und seitlichen Bögen und einem zentralen Oberbogen, dessen Schlubstein ein heute unerkennbares Ornament mit Tieren hatte. Die Steine der Attika, die im Jahre 1463 vom Urbinos Herzog Federico da Montefeltro zerstört wurde, wurden für den Bau der nahen Kirche von San Michele gebraucht.
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Das Römische Fano

2 - Augusteische Mauern



 

Wenn man nordwärts weitergeht, begegnet man den augusteischen Mauern. Der Kaiser Augustus wollte sie, um die ganze Stadt großartig und monumental zu machen; sie wurden im Jahr 9 nach Christi Geburt ausgebaut und noch heute sind ca. zwei Drittel des originellen Kreises gut erhalten. Der Mauervorhang, der in den 20er Jahren der Zerstörung entging, wurde durch waagerecht gelegte Sandsteine (opus vittatum) und durch eine Einfüllung von Mörtel und Bearbeitungssplittern verwirklicht und ist durch zylindrische Türme regelmäßig unterbrochen. Auber dem gut bekannten Augustustor befindet sich in den Mauern auch ein zweites entzückendes Tor: "das Tor der Herde".
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Das Römische Fano 3 - Archeologische Zone von St. Augustin



 

Sehr eindrucksvoll sind die unter der Kirche von St. Augustin gefundenen Mauern, die für Jahrzehnte die Erfindungskraft und die Interesse der Studierenden angeregt haben. Die Überreste wurden abwechselnd mit der vom Arch. Vitruvio geplanten und im "De Architettura" beschriebenen Basilika oder mit jenem Fanum Fortunae identifiziert, die der Stadt seinen Namen gab. Die Überreste bestehen aus einer langen und durch kleine Steinblöcke verwirklichten Mauer, die durch Pilaster, Fenster, eine Wand mit Apsis, einen fächerförmigen Bogengang, Säulen und Entwässerungskanälen unterbrochen wird.
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Das Römische Fano 4 - Städtisches Museum, Archäologische Zerlegung


Die in den ersten Jahren des XX Jahrhunderts in manchen Räumen des Palazzo Malatestiano vorbereitete archäologische Zerlegung des städtischen Museums, bewahrt Fundstücke aus verschiedenen Epochen auf, die in Fano oder in seinem Gebiet auch in der Vergangenheit gefunden wurden. Unter dem Bogengang des fünfzehnten Jahrhunderts sind vor allem die epigraphische Einsammlung, das verstümmelte Standbild des Kaisers Claudio, das kopflose Standbild eines mit der Toga bekleideten Mannes und ein schönes Fragment von einem kothurnetragenden Standbild mit Brustpanzer bemerkenswert. Hier wurde auch das sogenannte Panthermosaik wieder zusammengesetzt (um die Hälfte des II Jahrhunderts nach Christi Geburt datiert). In den inneren Räumen des Obergeschosses sind Schaukästen mit prähistorischen und griechischen Fundstücken. Andere Glasschränke enthalten römische Fundstücke (Fläschchen, Tränenkrüge, eine Einsammlung von Lampen, Glasfragmente, Weihterrakotten, Götzen, Anstecknadeln, Ringe, u.s.w.), deren Herkunft verschieden und nicht immer belegt ist. Besonders bemerkenswert sind der Säulenstumpf , der die Anwendung der lex sempronia in Fanos Gebiet (133 vor Christus) zeigt, das Standbild eines Jungen mit Toga praetexta, manche Stein- und Marmorköpfe, unter denen ein entzückender weiblicher Kopf mit einer Ottaviafrisur aus dem Ende des I Jahrhunderts ist, verschiedene Bildhauer- und Baufragmente, Amphoren, Bodensteine aus Ton und das zentrale Emblem des sogenannten Neptunmosaiks mit dem Bild des Gottes auf einem von Seepferdchen gezogenen Viergespann (Ende II und Anfang III Jahrhunderts nach Chr.).