| "Semel
in anno licet insanire" , "einmal pro Jahr ist der Wahnsinn erlaubt", diese alte
römische Erlaubnis hat in Fano fruchtbaren Boden gefunden: in Fano findet nämlich
einer der berühmten Karnevale statt. Über einen Monat dauern die Feierlichkeiten:
die Straßen und die Anwohner lassen ihre üblichen Gewohnheiten fallen und widmen
sich dem Fest und den Festzügen, die ohne Sparsamkeit vom Karneval von Fano organisiert
werden. Am Ende lassen sich die Leute in der lustigen und sorglosen Atmosphäre
gehen.Historisch ist der Karneval sicherlich; obwohl es wenige wissen, wurde er
im Mittelalter in Fano geboren: die Legende berichtet davon zu dem Anlaß der Wiederversöhnung
der zwei, damals wichtigsten, Familien von Fano: die Familien Del Cassero und
Da Carignano. Geschichte und Tradition sind allerdings nicht die einzigen, tragenden
Charakteristiken dieses Umzugs, der jedes Jahr Tausende von Neugierigen anzieht:
der Karneval von Fano ist in der Tat einer der „süßesten" der Welt, da er der
einzige ist, bei dem man wahren Schlachten beiwohnen kann, schlachten ohne Rücksicht
auf Verluste, Schlachten mit ... Bonbons. Zentnerweise Süßigkeiten, Bonbons und
Schokolade werden von den bunten Umzugskarren in die Menge geworfen, die diese
aufsammelt und die diesen sonderbaren Regen weiter unterstützt. Groß und Klein
werden mitgerissen, in der Menge oder auf den Tribünen längs des Weges und werfen,
jeder gegen jeden, die eigenen Bonbons. Der Umzug der Karren endet mit einer besonderen,
2km langen Runde, der „luminaria", die, wie der Name schon sagt, von Lichtern
und Farben geschmückt ist und ein Spiel aus Schatten und Fantasie hervorbringt.
So erklärt sich auch der Slogan des Karnevals von Fano: „bello da vedere, dolce
da gustare" - schön anzusehen, süß daran teilzunehmen. Der Karneval ist Teil der
Volkstradition und Kultur: die Schule des Pappmaché gibt ihre Traditionen und
das Erbe kreativer Experimente an die junge Generation weiter; die „Musica Arabita",
einer immer aktuelle Musikband, von Guido Piovene und Curzio Malaparte benannt,
spielt seit 1922 merkwürdige Musik auf bizarren Instrumenten jeglicher Machart.
Für den Umzug im Jahr 2000 wurden die Eintrittsgelder gestrichen und so konnte
dieser Maskenumzug wieder als richtiges „Volks-„ Fest gelten, da es nun wieder
für jeden zugänglich war. Das im Februar stattfindende, abendliche Maskenfest
auf dem Platz XX Settembre ist ebenso Teil des Programms, das versucht die historische
Altstadt wieder als Austragungsort lustiger Veranstaltungen zu gewinnen. Dazu
kommen noch die beiden Hauptriten: Faschingsdonnerstag und -dienstag, die gemeinsam
die neue Führungslinie erkennen lassen, die dem Karneval von Fano großen, unerwarteten
Erfolg beitrug. info
:http://www.carnevaledifano.net
http://www.carnevaledifano.com |