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Fano
- Pesaro - Fermignano - Urbania - Pergola - Mondolfo - Mondavio
Die
römischen Ursprünge Fanos sind noch heute gut ersichtlich wenn
man durch die Innenstadt spaziert. Der riesige Augustusbogen stellt
noch immer den Eingang zur Stadt dar und wenn man ihn hinter sich
läßt, kommt man in die zahlreichen kleinen Gassen, reich an antiken,
römischen Anzeichen oder Erinnerungen an die Familie Malatesta.
Pesaro,
das alte Pisaurum, ist in gleicher Weise eine Lektion in Geschichte:
die Stadt bietet viel an mittelalterlichen oder aus der Renaissance
stammenden Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die Mosaike der Kathedrale
oder die Maioliche (besondere Keramikmalerei). Am bekanntesten ist
Pesaro jedoch wegen des international berühmten Rossini Opern Festivals,
das hier stattfindet.
Im
Hinterland ist der Ort Fermignano nennenswert, der mit seinem
mittelalterlichen Milizturm und einer römischen, gut erhaltenen Brücke
sehenswert ist. Im Monat April findet hier der Froschwettlauf „Palio
della rana" statt, in dem die einzelnen Viertel um den Sieg kämpfen.
Fährt man die Provinzstraße „Metaurense" (nach dem Fluß Metauro benannt)
weiter nach Westen, erreicht man Urbania, früher Castel Durante
genannt, die mit ihren rechteckig angelegten Gäßchen eine Art Museumsstadt
des XII Jahrhunderts darstellt. In der Bibliothek - eine der wichtigsten
der Region - werden die berühmten Globen von Mercatore des XV Jahrhunderts,
sowie eine reichhaltige Sammlung an Zeichnungen, Drucken, Handschriften
und geographische Karten mit Arbeiten von Barocci, Dürer und einigen
flämischen Künstlern aufbewahrt. Unbedingt zu besuchen ist die Kirche
der Toten (Chiesa dei Morti), in der sich eine einzigartige Mumienausstellung
befindet. Es handelt sich um Körper, die schon um das XVI Jahrhundert
von einer ansässigen Bruderschaft „buona morte" (guter Tod) begraben
worden waren und durch einen besonderen Schimmel austrockneten und
so gut erhalten blieben.
Vom
Tal des Metauro aus, erreicht man südlich gelegen das Tal des Cesano,
wo man in Pergola die berühmten vergoldeten
Bronzestatuen, eine Gruppe von Reitern aus römischer Zeit, vor
kurzem erst wiederentdeckt, bewundern kann, welches die einzige Gruppe
von vergoldeten Bronzestatuen der Welt ist, die aus römischer Zeit
auf uns gekommen ist. Die Gruppe stellt wahrscheinlich eine Familie
dar, bestehend aus zwei weiblichen, bemäntelten und verhüllten Paaren,
sowie aus zwei Reitern von militärisch hohem Rang mit reich geschmückten
Pferden.
Auf
der Rückfahrt Richtung Küste längs der „Pergolese", raten wir zu einem
Besuch in Mondolfo, dem kleinen Städtchen, gelegen auf der
Anhöhe eines der letzten Hügel vor der Küste, das es wegen seiner
aus dem XIV und XV Jahrhundert stammenden Kirchen Sant'Agostino und
San Sebastiano wert ist, gesehen zu werden.
Nicht weit entfernt liegt Mondavio, die einstige Hauptstadt
dieser Gegend mit Namen Vicariato, in der es möglich ist die von Francesco
de Giorgio Martini entworfene und gebaute Burg aus dem Jahre 1482
zu besichtigen. Sie wurde auf Kommission von Giovanni della Rovere
gebaut und stellt noch heute eine der originellsten architektonischen
Bauten mit militärischen Zwecken dar. Heutzutage werden ihre Räume
für historische Feiern genutzt. |
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